Land fördert Brandschutz in Lich und Fernwald mit insgesamt mehr als 210.000 Euro

26.07.2017 08:46 von Florian Stein

„Machen Feuerwehr-Standorte fit für die Zukunft“

Übergabe der Zuwendungsbescheide im Gerätehaus Muschenheim

Am gestrigen Nachmittag wurden im Feuerwehrgerätehaus Muschenheim die Zuwendungsbescheide durch den Staatssekretär des Ministeriums des Innern und für Sport Werner Koch überreicht.

 

Neben Bürgermeister Bernd Klein waren u.a. auch die beiden Stadtbrandinspektoren Marco Römer und Marco Hahn als auch der Kernstadt-Wehrführer Christian Stein bei der Übergabe anwesend.

 

Die Kernstadtwehr darf sich über einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 75.000 EUR für die Neubeschaffung eines in Lich stationierten Staffel-Löschfahrzeuges (StLF) freuen. Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren, sodass mit einer Neubeschaffung in 2018 zu rechnen sein wird.

 

Pressemitteilung des Landes Hessen

Der Brandschutz in Lich erfährt dank der Unterstützung der Hessischen Landesregierung eine immense Aufwertung. Werner Koch, Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Sport, hat drei Zuwendungsbescheide in Gesamthöhe von mehr als 170.000 Euro an die Stadt übergeben. Damit unterstützt das Land die Neubauten der Feuerwehrhäuser in Birklar (36.000 Euro) und Muschenheim (60.000 Euro) sowie die Beschaffung eines Staffellöschfahrzeugs 20/25 (75.000 Euro). Die Fahrzeugbeschaffung resultierte aus einer Kooperation mit der Gemeinde Fernwald, die für ihr Staffellöschfahrzeug 20/26 eine Landeszuwendung in Höhe von 43.000 erhielt.

 

„Mit zwei neuen Feuerwehrhäusern und je einem neuen Fahrzeug machen wir die Feuerwehr-Standorte Lich und Fernwald fit für die Zukunft. Davon profitieren nicht nur die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, die dank der Bau- und Beschaffungsmaßnahmen über modernste Ausstattung verfügen, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger, deren Sicherheit im Bereich des Brandschutzes damit langfristig garantiert ist. Die Kooperation der Kommunen bei der Fahrzeugbeschaffung beweist zudem, dass die Verantwortlichen in Lich und Fernwald nicht nur ein gutes Händchen für den Brandschutz, sondern auch für haushälterische Fragen besitzen“, so Staatssekretär Werner Koch.

 

Feuerschutzsteuer

Das Land Hessen hat in den vergangenen zehn Jahren im Bereich des Brandschutzes mehr als 1.300 Maßnahmen mit rund 105 Millionen Euro gefördert. Damit wurden die Beschaffung von mehr als 1.000 Fahrzeugen und der Aus- und Neubau von fast 300 Feuerwehrhäusern unterstützt.

 

In diesem Jahr investiert Hessen mit 22 Millionen Euro so viel wie noch nie innerhalb eines Haushaltsjahres in die Ausstattung des Brandschutzes in Hessen. Dank der hohen Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer im vergangenen Jahr ist es dem Land möglich, den Feuerwehren diese Finanzspritze in Rekordhöhe zu gewähren. Mit den rund 22 Millionen Euro stellt Hessen nicht nur rund zehn Millionen Euro mehr als noch im vergangenen Jahr zur Verfügung, sondern wird absehbar auch eine Bewilligungsquote von fast hundert Prozent erreichen. Der große Ersatzbedarf bei den kommunalen Feuerwehren kann damit befriedigt werden und es entsteht erst gar kein Antragsstau bei den Förderanträgen.

Hintergrund

Die Feuerschutzsteuer ergibt sich anteilig aus Feuerversicherungen, Wohngebäudeversicherungen sowie Hausratversicherungen. Bemessungsgrundlagen für die Erhebung der Feuerschutzsteuer sind bei Feuerversicherungen ein Anteil von 40 Prozent des Versicherungsentgelts, bei Wohngebäudeversicherungen ein Anteil von 14 Prozent des Gesamtbetrages des Versicherungsentgelts und bei Hausratversicherungen ein Anteil von 15 Prozent des Gesamtbetrages des Versicherungsentgelts. Die so erhobenen Beträge werden unter den Bundesländern aufgeteilt.

 

In Hessen werden die Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer vollständig in den Brand- und Katastrophenschutz investiert. Je ein Drittel investiert das Land in die Hessische Landesfeuerwehrschule sowie in die Förderung des Brandschutzes in Hessen. Die übrigen Einnahmen fließen unter anderem in den Katastrophenschutz sowie in Anerkennungsprämien.

 

Pressemitteilung vom 25.07.2017 - www.hessen.de

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